Pantry - Kochen auf dem Trimaran

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Die Pantry - eine effektive Lösung für den Trimaran

Platz, Stromversorgung stellen bei jedem Trimaran einen große Herausforderung bei der Gestaltung der Pantry dar. Welcher Brennstoff - Gas, Petroleum, Spiritus, viele Lösungen sind auf dem Markt, aber was macht Sinn? Mit einigen Ideen lässt sich auch auf einem Trimaran eine gute Lösung finden.

Platz und Gewicht

Nicht alles kann auf einem Trimaran mit, denn gerade Platz und Gewicht sind das wesentliche Limit. Ich habe mir schon vor dem Bau des Schiffes genau überlegt,  welche Kochuntensilien müssen auf das Schiff und welches Gewicht haben sie. Du wirst überrascht sein wie schnell sich gerade hier das Gewicht summiert. Bei guter Überlegung fehlt dir nichts, aber du hast die vielen Dinge, die du vielleicht einmal brauchen kannst, nicht an Bord. 

Kühlschrank

Ich habe mich für den Umbau einer der Backskisten entschlossen und dadurch konnte der unter dem Cockpit befindliche Platz mit der Rollkiste als vollständiger Stauraum erhalten bleiben. Der Kühlschrank ist so konzipiert worden, dass auch fertiges Blockeis eingelagert werden kann. Als Aggregat wurde ein wassergekühlter Kompressor gewählt, der mit geringer Stromaufnahme eine sehr gute Kühlleistung erbringt. Es ist bei allen Temperaturen im Mittelmeer problemlos möglich, den Kühlschrank 24 Stunden laufen zu lassen. 

Herd - ein Bertschi Petroleumherd

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich kein Gas auf dem Schiff haben wollte.
Die Gründe waren:
Die Flaschenanschlüssen in den Mittelmeerländern sind unterschiedlich und das Tauschen wird sehr erschwert.
Die Gas-Flasche verbrauchen auf einem kleinen Schiff zu viel wichtigen Stauraum.
Die Sicherheit der Anlage bleibt immer ein Restrisiko und die regelmässige Sicherheitsprüfung durch einen Fachmann ist nicht in allen Mittelmeerländern organisierbar und empfindlich teuer.
Nach intensiver Suche bin ich mit Hilf der PALSTEK Redaktion auf Herrn Bertschi in der Schweiz gestossen und habe dort einen sehr verlässlichen und guten Herd gefunden.
Der Herd wurde zusätzlich mit einer elektischen Vorwärmung ausgerüstet. Ein sehr praktische Einrichtung, wenn man den noch warmen Brenner nochmals anzünden möchten und nicht auf das vollständige Auskühlen warten will. Nach 3 Jahren Erfahrung würde ich aber heute auf diese Option verzichten, weil sie nur sehr selten zur Anwendung gekommen ist und wieder ein elektronischer Teil ist, der Probleme machen könnte.
Der Betrieb des Herdes fordert zuerst etwas Erfahrung im Umgang mit Spiritus und dem zeitgerechten Anzünden der Petroleumflamme, aber daran gewöhnt man sich sehr schnell. Dann ist es ein sehr einfacher Betrieb mit guter Wärmeleistung, es lässt sich alles uneingeschränkt kochen:  1l Wasser ist in kaum 3 Minuten heiß.
Zur Sicherheit wurde auf diesem Modell auch noch eine Topfhalterung montiert, die sich trotz geringer Schräglage sehr bewährt hat.
Auf dem Dragonfly 920 waren nur geringe Änderungen vom Küchenverbau nötig, wie an der Skizze zu sehen ist. Er wurde geringfügig breiter gemacht und die Mulde wurde für den Ofen eingebaut.

 

Stromversorgung

Auf meinem Schiff wurden 3 Solarmodule installiert, jeweils ein Stück auf den Auslegern und ein Panel auf dem Mittelrumpf. Hier liegt wohl die größte Stärke des Trimarans, weil es durch die grosse Entfernung zwischen den einzelnen Modulen nie zu mehr als einem durch das Segel verdeckten Modul kommt. Trotz der ganzen Navigationselektronik und dem Kühlschrank gibt es auch im Dauerbetrieb niemals ein Versorgungsproblem. 

 

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